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DAS POSITIVE:
Eine Gruppe von Menschen gemeinsam in einem Raum, aus dem es kein entfliehen gibt. Dazu langsam eskalierende Gewalt, jede Menge Kugeln und tiefschwarzer Humor. Klingt eigentlich ganz nach Quentin Tarantinos The Hateful Eight. Mit dem Unterschied, dass Free Fire Regisseur Ben Wheatley mit seinem Film eben alles richtig macht. Sein Plot ist super simpel, wodurch er sich ganz der Choreographie seines knapp 90-minütigen Shootouts widmen kann. Diese ist voll skurriler Momente und lässigen Sprüchen, gepfeffert mit einer ordentlichen Prise rabenscharzem britischem Humor. Die Kills werden mit zunehmender Laufzeit immer blutiger und brutaler. Das muss man schon mögen. Garniert wird das ganze mit einer lässigen 70er-Jahre Optik und dazu passender Musik. Gnadenlos gut sind auch die Performances des gesamten Casts, wobei Brie Larson sträflich unterbeschäftigt ist. Dafür stehlen Sharlto Copley, Armie Hammer und Jack Reynor eins ums andere mal ihren Kollegen die Show. Alles in allem ein rundum gelungener Spass, der sich selbst zum Glück nie zu ernst nimmt.

DAS NEGATIVE:
Man kann durchaus monieren, dass Ben Wheatley etwas gar schamlos bei Grossmeister Tarantino abgekupfert hat. Besonders Vergleiche mit Filmen wie Reservoir Dogs oder The Hateful Eigth sind unvermeidlich. Doch gerade wer solche Filme mag und nichts dagegen hat, sich eine richtig gute Ergänzung zu Tarantinos Werken reinzuziehen, wird sicherlich nicht enttäuscht werden.

Fazit:
Wer seine Filme wie sein Steak mag, nämlich aussen knusprig und innen schön blutig, der wird Free Fire lieben. Das ist The Hateful Eight, wie wir ihn gerne gesehen hätten!